MusicMonday: Back to the 80′s!
Bereichern wir diesen Montag mit überaus beschissener Musik aus den 80er Jahren:
–Thomas
Das Wort zum Sonntag am Samstag (zum Sonntag)
Wie jeden Samstag (oder Sonntag) möchte Thomas in seiner Wochenschau auf die Details des Scheiterns der Menschheit hinweisen.
Kurzes Wort zum Sonntag
Nachdem gestern viel über die Nazis hier in Deutschland geredet wurde, will ich euch ein Schmankerl über die offensichtlich zerstrittene Rechtsparteienlandschaft aus dem Geburtsland des Führers nicht vorenthalten: http://andreame.at/node/336
– Julian –
Scheiterhaufen: Die Piratenpartei und Anti-Faschismus
Also mal ehrlich. Wer in letzter Zeit die Diskussionen über den 13. Februar auf den Mailinglisten und im Forum mitvefolgt hat, dem bescherte das ganze einige Facepalms und Headdesks. Die sächsischen Piraten sind ja bekannter maßen (einige von euch kennen sie @inkorrupt ;-)]) nicht wirklich die Hellsten. Aber die aktuelle Debatte schießt meiner Meinung nach den Vogel ab. Es wird darüber diskutiert, warum man nicht an den allgemeinen Blockadeaktionen teilnehmen sollte, schon gar nicht offiziell als Piratenpartei. Es wird argumentiert, dass ja auch Nazis Demorecht haben. Ja, das stimmt wohl und dieses Recht können sie ja gerne ausleben.
Nur sollte man sich eines vor Augen halten, wenn Nazis demonstrieren und warum wir alle, ob Pirat oder Nicht-Pirat das anze Unterfangen blockieren sollten: der Faschismus, Geschichtsrevisionismus und die Abschaffung der Demokratie und Menschenrechte. Es sind die Ziele der Nazis. Es sind widerwärtige Ziele. Jeder Demokrat mit ein bisschen Hirn sollte sich mal Gedanken machen, wieso diese Leute in den 30ern an die Macht gekommen sind. Richtig, weil man sie hat ziehen lassen. Wir dürfen einfach nicht den gleichen Fehler machen. Außerdem ist es unser demokratisches Recht und auch unsere demokratische Pflicht uns dagegen zu positionieren.
Natürlich kommen jetzt Stimmen, die sagen, dass man sich inhaltlich mit deren Positionen auseinander setzen sollte. Hallo? Haben wir in den letzten 65 Jahren nichts gelernt? Ich geb euch mal einen kleinen Tipp, was ihr euch mal wieder in den Kopf rufen solltet: der Holocaust. Wenn das kein Grund ist, dagegen zu demonstrieren, dann seit ihr wirklich merkbefreit. Witzig ist ja auch, dass die Piraten Angst haben in eine Ecke mit der Antifa und dem schwaren Block gestellt zu werden. Komisch, mehrere tausend Menschen, die letztes Jahr demonstrieren waren, sind dann also auch der schwarze Block? Die Grünen? Die Linke? Die SPD? Ver.di?
Fakt ist, wenn die Piratenpartei sich nicht klar, deutlich und auch Öffentlichkeitswirksam gegen Faschismus positioniert, werden die Piraten von Nazis unterwandert, um unter den Deckmantel der Meinungsfreiheit und Basisdemokratie Deutschland in den Faschismus zu treiben. Pantoffelpunk bringt das ganze gut auf den Punkt: “Papi, was habt ihr damals gegen die Nazis unternommen? Wir haben ihre Versammlungsfreiheit tot-respektiert.”
… und passen Sie gut auf sich auf.
–Thomas
Kommentar: Hartz-IVler nach Haiti!
Überspitzen wir die Sache mit den Hartz-IVlern mal nicht und bleiben auf den Boden der Tatsachen. Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen hieß es noch in den good ol’ days. Wahrscheinlich hat sich der Herr Koch aus Hessen gedacht, nichts essen ist ja auch blöd, also stecken wir die ganzen Harzt-IVler in Internierungslager zwingen wir ab sofort dieses widerlich Faule Pack zu arbeiten. Doof nur, dass er wohl dabei vergessen hat, dass es in unserem Billiglohnland auch mit der Arbeit so langsam eng wird.
Wie gut, dass es gerade eine Katastrophe in Haiti gab. Zu tun gibt es ja anscheinend genug. Neben den Schutz der Staatselite braucht es dort noch Leute zum Leichen wegsammeln, aufschütten und verbrennen und es gibt auch Karrierechancen als Bauunternehmer. Immerhin müssen die ganzen kaputten Häuser wieder aufgebaut werden – zwar auch nicht mehr so viele, aber “es läppert sich”. Mit der Zwangsunterstützung durch Hartz-IV-Empfänger könnte Haiti geholfen werden, sich selbst zu helfen. Ich denke, das wäre dann auch im Sinne Kochs.
Auch die Situation für Hartz-IV-Empfänger verbessert sich dadurch vehement. Ja! Ihr habt jetzt die Wahl, zwischen nichts essen und Leichen wegräumen Urlaub auf Haiti. Also wenn das nichts ist. Unser einer kann sich so einen Trip gar nicht leisten. Und da sagt einer, die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Ich für meinen Teil werde morgen auf dem Arbeitsamt meinen Hartz-IV-Antrag ausfüllen. Ob ich noch rechtzeitig nach Haiti komme? Ich lass mich überraschen.
–Thomas
Schmieren geht über studieren
Da es dem einfachen Bürger dieses Landes nicht vergönnt ist das Gewaltmonopol zu besitzen, und er auch nur im 4-Jahres-Rhythmus über dessen Ausprägung zu befinden hat, so ist schon aus diesem Grund anzuraten nicht mit der Peitsche, sondern mit dem Zuckerbrot seine Herrscher zu bezirzen. Wie das geht hat, hat August Baron von Finck eindrucksvoll gezeigt, indem er sich sein Gesetz einfach gekauft hat. Das Verblüffende daran ist, dass dies ganz ohne schwarze Koffer und Jüdische Vermächtnisse von statten ging, so dass man der FDP ausdrücklich für ihre Transparenz danken muss. So verwundert es auch nicht, dass es schon Nachahmer gibt, wie @onkelfisch" href="http://twitter.com/onkelfisch/statuses/7900806355" @onkelfisch berichtet:
Gerücht: Nach Hotelier spenden Taliban 1 Million an FDP, Bundeswehr verlässt Afghanistan… hey, ist nur nen Gerücht :-)
Gerücht oder nicht, irgendeine Börse wird sich schon finden, die daraufhin einbricht.
Übrigens hat die FDP höchstselbst zu dieser Praxis aufgerufen:
Das ganze hat aber auch seine guten Seiten. Wenn wir nur genug Leute für eine anständige Spende zusammenbekommen, so können wir direkte Demokratie auch auf Bundesebene einführen. Und das ganz unbürokratisch. Ich habe schon mal eine Webseite eingerichet, um die Spenden zu koordinieren und die Gesetze vorzubereiten. Wer will dabei helfen, sie aufzubauen?
Ach ja, das Buzzword dazu sollte grassrootkorruption 2.0 heissen oder so.
– Julian –
Das Wort zum Sonntag am Samstag
Wie jeden Samstag (oder Sonntag) möchte Thomas in seiner Wochenschau auf die Details des Scheiterns der Menschheit hinweisen.
Scheiterhaufen: Blogroll
Bisher hatte ich keine Blogs in meiner Blogroll, weil ich ja recht wenig Blogs lese, sondern mehr auf den ganzen Nachrichtenportalen unterwegs bin. Einigen von euch ist das sicherlich schon aufgefallen. Da es aber doch ein paar Blogs gibt, die ich anklicke (ich habe keinen Feedreader), will ich die euch nicht vorenthalten. Schaut einfach mal auf der linken, schwarzen Sidebar nach. Das sind so die Blogs, die mich in meinem täglichen Wahnsinn begleiten.
–Thomas
Das Wort zum Sonntag
Wie jeden Samstag (oder Sonntag) möchte Thomas in seiner Wochenschau auf die Details des Scheiterns der Menschheit hinweisen.
Scheiterhaufen: Die ISS, leider.
Vorab erstmal eine Notiz am Rande des Geschehens: Die ISS ist nicht fertig. Der Bau der Internationalen Raumstation soll erst nächstes Jahr beendet sein. Während dessen wird aber auf ihr schon kräftigst geforscht, sodass auch der Sinn der Station nachhaltig gegeben ist. Kommen wir aber mal zum eigentlichen Problem. Der Betrieb der Raumstation kostet pro Jahr etwa zwei bis drei Milliarden Dollar kosten.
Für uns verwöhnten Pöbel klingt das jetzt nicht wirklich viel, da wir schonmal von Summen bis zu 50 Millarden Euro gehört haben, die unsere Junta locker machen kann. Derzeit sind fünf Raumfahrtagenturen (NASA, ESA, CSA, JAXA und Roskosmos) beteiligt. Teilen sich die Agenturen die Kosten (im Worst Case von drei Milliarden Dollar), wären das (gerade mal) 600 Millionen Dollar für jede der Agenturen. Das klingt jetzt noch weniger, als vorher und sollte den beteiligten Staaten an den Unternehmen eigentlich kein Problem sein.
Wer jetzt denkt, “Okay, das dürften Staaten locker hinbekommen, welche insgesamt einen Militäretat von mehr als 370 Milliarden Dollar jährlich rausblasen”, den muss ich leider enttäuschen. Nach nur fünf Jahren (!) Betrieb will die NASA mangels Mitteln den Betrieb einstellen und die Station kontrolliert abstürzen lassen. Aber selbst dieser würde zwei Milliarden Dollar verschlingen.
Lassen wir uns aber mal die Zahlen nochmals auf der Zunge zergehen. Allein Belgien (5,5 Mrd. Dollar Militäretat) könnte die Station am Leben erhalten. Man könnte die ISS mehr als 100 Jahre in Betrieb halten, wenn man diese Etats (für nur ein Jahr wohlgemerkt) aufwendet und die Staaten könnten noch ordentlich anbauen.
An dieser Stelle frage ich mich, warum müssen Wissenschaftler um jeden Cent kämpfen, wenn Banken und Militär Milliardenbeträge in den Arsch geblasen bekommen. Da sehen wir mal, wo die Prioritäten der Mächtigen liegen. Wissenschaft? My Ass! Krieg und Geld ist das Wichtigste für Sie. Und wie wir durch Rothschild gelernt haben, Krieg ist Geld ist Krieg.
–Thomas (mit dank an Moritz für die Zahlenrecherche.)
