Es gibt nur einen wahren Führer!

Martin Sonneborn – Der neue Bundespräsident

31. Mai 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Kommentar schreiben

Spätgriechische Dekadenz

Ein Musterland der Steuerhinterziehung, Korruption und Eigeninitiative ist Pleite. Schade eigentlich. So schreibt die des Linksideologismus unverdächtige Seite tagesschau.de:

Lange betrieben die regierenden Parteien Klientelpolitik. Hinzu kommt das Problem der Steuerhinterziehung, das in den Staatsfinanzen ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit hinterlässt.

Wer da nicht sofort an FDP denkt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

So wird das Land des Fetas und der Wiege der Demokratie die Asse Europas, in der die dort gelagerten schwarz-gelben Fässer das Korrodieren anfangen, und sich dessen giftiger Inhalt über Europa zu verteilen droht.

Hätten wir die FDP doch schon früher dort endgelagert, dann hätten wir es wenigstens den Griechen in die Schuhe schieben können.

– Julian –

30. April 2010 • geschrieben in: Allgemeines Scheitern • Ein Kommentar

Erdbebenwarnung, oder: Das Wort zum Montag

Alle leichtgläubigen Zeitgenossen seien vor dem morgigen Tag gewarnt. So werden die Abkömmlinge der Costa einen Anschlag planen, welcher sonst, laut einer honorigen Professorin aus einem Schluchtenland, normalerweise durch  komplexe Apparaturen verursacht wird. Ein Forscher aus dem  Morgenland behauptete, dass der unzüchtig gekleidete weibliche Teil des Homo Sapiens Erdbeben verursache. Nun hat sich frevelhafterweise ein Exemplar dieser Gattung erdreistet, dieses Forschungsergebnis mit Empirie untermauen zu wollen. Auch das ehemalige Nachrichtenmagazin berichtet schon darüber, was unsere Behörden leider total kalt lässt.

Insofern würde ich allen Menschen empfehlen, sich morgen im Freien aufzuhalten, und Burkas zu verteilen. Sicher ist sicher.

25. April 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Ein Kommentar

Wie Payback aus der Asche – Die Leiden eines Algorithmophobikers

Frank Schirrmacher kann es offensichtlich nicht lassen seine Algorithmophobie auf jedes noch so abwegige Thema anzuwenden.

Gleich am Anfang macht der den Unternehmenssprecher der Lufthansa und ehemaligen Journalisten Klaus Walther zu einem “Mann der Technik” und dichtet ihm zusammen mit dem Chef von Air Berlin Joachim Hunold einen

“Protest gegen das Flugverbot ein Meilenstein in der soeben erst beginnenden Technologiekritik des digitalen Zeitalters, ein Kapitel in der Geschichte der systematischen Selbstentmächtigung der modernen Gesellschaft durch Modelle.”

an.
Die Glaubwürdigkeit ihres angeblichen technologiekritischen Aufbegehrens soll durch die lapidare Bemerkung, “dass sie bisher nicht als Maschinenstürmer in Erscheinung getreten seien” bescheinigt, das Argument, dass Fluggesellschaften evtl. auch andere Interessen haben könnten schlicht mit  dem Satz, dass “Walther bisher nie dadurch aufgefallen, dass er Sicherheit dem Profit opfern würde.” abgetan werden. Das die beiden größten deutschen Vogelhalter angesichts der größten aeronautischen Geflügelpest seit dem 2. Weltkrieg eventuell ihre bisherige Integrität fallen lassen könnten, ist natürlich absolut ausgeschlossen. Es hindert die ehrenwerten Helden der Technologiekritik auch nicht daran schon mal um Geld zu betteln.
Aber darum geht es ja eigentlich auch nicht. Was gebraucht wird sind lediglich ein paar unfreiwillige Schauspieler für die Wiederaufnahme des bekannten Stückes Payback: der Kampf gegen die bösen Algorithmen.
So wird aus einer Simulation der Verteilung der Aschewolke eine
“unsichtbare Wolke, die den Flugverkehr vollständig lahmlegt, nicht aus Asche und Staub besteht, sondern aus einem Schwarm von Daten. “
Ja unglaublich, sowas aber auch. Warum verlassen sich diese maschinengläubigen Piloten eigentlich schon seit Jahrzehnten auf Wetterprognosen? Gewitterwolken, Nebel, Winde … sind ja alles nur Daten. Und dann ist sie auch noch unsichtbar.
Es erinnert ein wenig an das Jahr 1986 an den Reaktorunfall von Tschernobyl. Auch damals gab es große Proteste gegen die im nächsten Jahr stattfindende Volkszählung. Auch damals gab es die Angst vor den bösen Computern und Algorithmen (wobei ich die Erhebung der Daten auch nicht wollte). Das hinderte aber niemanden, den Prognosen über die unsichtbare Wolke der damaligen Wetterfrösche glauben zu schenken, deren Prognosen sicher noch eine schlechtere technische Basis hatten, von den politischen Problemen (Daten aus dem Osten) mal ganz abgesehen.

Weiter geht es mit der Behauptung
“dass wir es einzig und allein mit einer Mathematik der Simulation zu tun haben, nicht mit Messungen, nicht mit Daten. “
Wir lernen:
  1. in eine Wettersimulation gehen keine Messungen ein
  2. Wir haben keine Daten

Zu 1.: Natürlich basieren Wettersimulationen auf Daten, nicht umsonst umkreisen uns haufenweise Satelliten und umgeben uns hunderte von Wetterstationen

Zu 2.:  sprach Herr Schirrmacher nicht gerade von einem ” Schwarm von Daten”?
Den Unsinn, dass keine Daten erhoben wurden habe ich jetzt gar keine Lust mehr zu dementieren, dazu haben der Spiegel und Telepolis schon genug geschrieben. Das dumme an Empirie ist eben, dass man erst messen kann, wenn man den Forschungsgegenstand vor der Nase hat. Und dass man bei so einem Ereignis eben nicht sofort alle Werkzeuge zur Verfügung hat, ist nicht verwunderlich.
Anstatt sich darüber zu freuen, dass wir heute in der Lage sind, jenseits der Kaffeesatzgrenze Prognosen abzugeben, beschäftigt man sich in er FAZ lieber unkritisch mit der “Wirkung” von Stecknadeln.
Während man sich mit Vernunft und Denken gegen Esoterikquatsch sehr gut zur Wehr setzen könnte, erstarrt man lieber vor der Naturwissenschaft, und fühlt sich ihr ausgeliefert:
“Das hat damit zu tun, dass die Simulation ihre eigenen sozialen Algorithmen produziert. Der Ermessensspielraum liegt für alle beteiligten Behörden bei Null.Es sind Menschen, aber im Grunde müssen sie handeln wie die Algorithmen, die bei der Finanzkrise eine Vielzahl von Marktreaktionen auslösten, weil es die Parameter erzwangen.”
Weder die Finanzkrise, noch das Flugverbot wurde von Maschinen erzwungen. Die Enscheidungen wurden von Menschen getroffen.
Die Wetterdaten basieren auf  ”echten” Messungen, die von unbestechlichen Messgeräten erhoben werden.
Wirtschaftssimulationen haben zum Teil ideologisch gefärbte Grundannahmen (Homo oekonomicus) und basieren oft auf Umfragen, deren Datenqualität nicht mit harten physikalischen Daten mithalten kann. Die weiter aufgeführten Probleme des Dataminings unserer persönlichen Daten haben erst recht nichts damit zu tun.
Hier haben wir das alte Problem. Man kann mit einem Messer Gemüse schnibbeln, oder einen Menschen umbringen.
Nur weil wir jetzt ein neues Messer haben, wird unsere Gesellschaft nicht zu Massenmördern.
“Nur Gestrige können glauben, dass in der Skepsis gegen diese neue Macht die Sehnsucht nach vorindustriellen Zeiten steckt. Es geht vielmehr darum, gegen die Welt der Computer Instanzen des Einspruchs zu etablieren, den Widerspruch, der sich einzig und allein aus Empirie und Intuition speisen kann, als Aufgabe moderner Gesellschaften zu erkennen. Tun wir das nicht, fliegt bald gar nichts mehr.”
Wir müssen niemandem widersprechen, wir müssen nur die Aussagekraft der Ergebnisse von Berechnungen beurteilen lernen. Viele Menschen, gerade die älteren, oder später mit Computer befassten Menschen, bzw. die digital visitors (Peter Kruse) scheinen Angst, oder eine gewisse Ehrfurcht vor Computern zu haben. Dies führt bei vielen dazu, Computer wie eine Autorität anzusehen.
Autorität, die sich nicht auf Wertschätzung, sondern auf Angst und Ehrfurcht gründet, war noch nie gut.
Wir müssen uns nicht gegen die Computer wehren, sondern wir müssen sie entmystifizieren, und sie als das sehen, was sie sind.
Dumme Rechenknechte.
Leider wird in den Feuilletons immer noch die Technik beschimpft (das Internet, die Computer, das Handy,die Blogs, ….) und nicht der Umgang mit ihr. Auch wenn es einfacher ist, als Opfer der Technik rumzuheulen, wäre es sinnvoller, Aufklärung zu betreiben, sich Schlau zu machen, und selbst mitzugestalten.
Schirrmacher hätte eher schreiben sollen:
Plötzlich sind wir alle Gaffer
Das hätte es besser getroffen.

– Julian –

22. April 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • 3 Kommentar

Eyjafjallajökull – Die erweiterte Verschwörungstheorie

Ihr fragt euch sicherlich, was die ganze Zeit mit der Berichterstattung um diesen Vulkan in Island vertuscht werden soll. Das ist ganz einfach. Ich muss dazu nur ein wenig Aussschweifen. Übrigens erkläre ich euch gleich noch den Verbleib von Bielefeld, das Bernsteinzimmer und was das alles mit Rosewell zu tun hat.

Irgendwann in den 40er Jahren wurde von Hilter die Reichsflugscheibe in Auftrag gegeben. Gerüchten zufolge wurde die Flugscheibe mit Bernstein betrieben und unterirdisch in Bielefeld konstruiert und gebaut. Als der Krieg sich nun dem Ende neigte floh Hitler entgegen aller Behauptungen nach Bielefeld und startete die Flugscheibe. Leider blieb keine Zeit die Luken zu öffnen, so dass sie mit ganz Bielefeld abheben musste. Nachdem zwei Jahre später der Bernsteinrohstoff (gewonnen aus dem Bernsteinzimmer) sich dem Ende neigte, stürtzte letztendlich Hitler in Rosewell 1947 ab. Die geborgene Leiche war natürlich kein Außerirdischer, sondern Hitler. Damit die USA an ein paar mehr Geheimnisse rankommen konnte, belebten sie ihn wieder. Doch anstatt Hitler zu verhören, übernahm er das Kommando der Area 51, baute sich einen riesigen Bohrer und eine neue Reichsflugscheibe mit einem Magma-Plasma-Antrieb. Hitler und die USA bohrten sich also Richtung Island, weil sich sowieso niemand für diese öde Insel interessierte. Eyjafjallajökulls Ausbruch war also die Startsequenz von Hitlers Reichsflugscheibe ins All. Mit ein wenig Recherche im Internet lässt sich das alles auch nachweisen.

Was heisst das jetzt? Genau! Hitler hat schon wieder Europa in Asche gehüllt.

– Thomas

21. April 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • 4 Kommentar

Reaktivierung

Kurze Durchsage am Rande. Der Blog ist reaktiviert. Inhalte werden in Zukunft von mir und Julian kommen. Vorige Blogposts bleiben als Archiv stehen, unsere Domain ist temporär.

–Thomas

20. April 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Kommentar schreiben

Scheiterhaufen: Dieser Blog

Werte Leserschaft. Gleich vorab: Zum Scheitern verurteilt ist gescheitert. Das heisst, dass dieser Blog eingestampft wird, er wird nie wieder gepflegt oder sonst auch in keinster Weise mehr beachtet. Der Grund dafür kam eher spontan, als wohl überlegt und ich pflege mitlerweile spontanen Ideen den Vorrang zu bieten – zumindest bei solchen einfachen Geschichten, wie diesem Blog.

Nun, gestartet ist ZSV als Experiment, um zu sehen, wohin sich ein Blog entwickeln kann – sozusagen als Spielwiese der Kreativität und ich muss leider eingestehen, dass ich nicht zufrieden mit dem Verlauf. Der Blog entwickelte sich mehr und mehr zum politischen Rant-Blog. Damit habe ich mich positioniert und das ist schlicht und ergreifend scheiße. Es wäre zu schwer, jetzt auf einmal weg vom politischen zu gehen, hin zu dem, was ich hier eigentlich machen wollte – experimentieren. Ein weiterer Grund für die Schließung des Blogs ist die Konzentration auf das Wesentliche: Gedankenexperimente. Dafür wird es wohl ein neues Projekt geben, welches ich aber vorerst nicht bekannt geben werde, da es sich entwickeln soll.

In diesem Sinne … passen Sie gut auf sich auf.

–Thomas

P.S.: Dieser Blog wird Read-Only als Archiv weiter bestehen.

10. Februar 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Kommentare geschlossen

Kommentar: Die Evolution der digitalen Gesellschaft

Gustav Seibt schreibt heute (30. Januar) im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über den neuen Tablet von Apple. Dabei geht er aber nur sehr sporadisch auf die Eigenheiten des iPads ein. Viel mehr beschäftigt er sich mit der Frage, wie die digitale Gesellschaft tickt. Mit verbaler Konformität, ganz im Stile der Süddeutschen, sehnt er sich zurück an die gute alte Zeit, in der Bücher noch etwas wert waren und die Menschen sich die Zeit nahmen sie “mit Verstand” zu lesen. Aber warum sehnt er sich danach? Sind die Digital Natives nicht intellektuell genug? Macht es einen Unterschied Platon als handgeschriebenes Buch zu lesen, oder digital als eBook?

Nein. Auch die mobile und vor allen digitale Gesellschaft bewegt sich (teilweise) auf intellektuel hochwertigem Niveau. Beispiele dafür gibt es genug, sie heissen Malte Welding oder Johnny Häusler. Gustav Seibt reduziert unser Leben in Zahlen, dass wir 40 000 Youtube-Videos schauen oder 400 000 Blogs lesen könnten in unserem Leben oder aber auch 4000 Bücher aus einer gut sortierten Bibliothek.

Natürlich könnten wir. Wir wollen es aber nicht. Wir wollen schnelle Informationen und schnelles Wissen, zu jeder Zeit, an jedem Ort der Welt abrufen. Wir wollen über die Social Media Schnittstellen mit verschiedenen Menschen in Kontakt sein. Warum? Um mehr über die Welt zu erfahren, mehr über verschiedene Kulturen zu lernen. Separation ist da Fehl am Platz. Die Welt rückt mehr und mehr zusammen. Kulturen verschmelzen und drücken sich in evolutionären Ergüssen aus. Die digitale Revolution, ist der logische Schritt zu einer Gesellschaft, in der es völlig egal ist, wer du bist und was du machst. Du bist einfach nur du.

Genau wie die erweiterte Theorie Darwins entwickelt sich auch die Menschheit, stößt nicht mehr Gebrauchtes ab und bringt neue Dinge hervor, die uns das Leben erleichtern. In meinen Augen ist es ein Fehler den alten Zeiten nachzutrauern. Vergangenes ist vergangen und wird auch nicht wieder kommen, gleich wie sehr wir es uns wünschen. Uns bleibt nur eins. Mit offenen Augen durch die Welt ziehen, neue Chancen entdecken und die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen. Wir verändern die Welt, jeden Tag.

Wer weiß, vielleicht werden wir in 400 Jahren in den Geschichtsbüchern stehen, wie Luther, als er eine Revolution im Glauben auslöste. Nur unsere Revolution beginnt nicht mit einem Anschlag am Kirchentor. Unsere Revolution beginnt hier und jetzt, mit jedem Bit und Byte, was wir der digitalen Welt schenken, gleich ob über Blogs, Foren, Twitter oder Facebook.

–Thomas

31. Januar 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Kommentare geschlossen

MusicMonday: Back to the 80’s!

Bereichern wir diesen Montag mit überaus beschissener Musik aus den 80er Jahren:

–Thomas

25. Januar 2010 • geschrieben in: Scheiterhaufen • Kommentare geschlossen

Das Wort zum Sonntag am Samstag (zum Sonntag)

Wie jeden Samstag (oder Sonntag) möchte Thomas in seiner Wochenschau auf die Details des Scheiterns der Menschheit hinweisen.

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24. Januar 2010 • geschrieben in: DWZSAS • Kommentare geschlossen